53° NORD Agentur und Verlag

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KLARER KURS 1/2020

Wolfgang Schrank

Ende Februar erscheint die neue, die erste Ausgabe 2020 unseres Magazins KLARER KURS. Unser Redaktionsteam hat für Sie wieder in der ganzen Republik spannende Themen der beruflichen Teilhabe aufgespürt. Beginnen wir mit dem Titelthema dieser Ausgabe: „Eine für alle“ – unter diesem Motto gingen ab Januar 2018 bundesweit Anlaufstellen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung, kurz EUTB®, an den Start - gemäß § 32 SGB IX BTHG. Das kostenlose Beratungsangebot soll Menschen mit Behinderungen oder drohender Behinderung und deren Angehörigen unabhängig über alle Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe informieren und die Selbstbestimmung der Ratsuchenden stärken. Als Methode soll Peer-Counseling im Vordergrund stehen, die Beratung von Betroffenen für Betroffene. Rund 500 EUTB® erhielten im Verlauf des Jahres 2018 ihre Bewilligung. KLARER KURS hat nachgeforscht, wie die Arbeit bisher angelaufen ist.

Seit 2017 bereits gibt es sie, zumindest verankert im Gesetz: Das heißt aber nicht, dass Frauenbeauftragte überall vor Ort bereits gute Arbeitsbedingungen haben. Wir haben deshalb die Bottroper Werkstätten besucht, dort antworten die Frauenbeauftragten  auf die Frage nach ihren Möglichkeiten ganz locker: „Wir haben das große Los gezogen!“ Was ist anders in Bottrop?

Das ZDF war auch schon da: In Hamburg-Heimfeld gründete der Verein Fähre e.V. ein Café, gefördert von der Aktion Mensch. Nichts außergewöhnliches? Stimmt nicht! Denn das Café wird als eine Art Mitarbeiterfirma geführt: Die Beschäftigten werden bereits in die Planung und den Aufbau des Cafés einbezogen, später wird ihnen die volle Verantwortung für das Projekt übertragen. Wie das klappt, lesen Sie in der neuen Ausgabe.

Dass auch Städte eigene Inklusionsbetriebe gründen und mit ihnen erfolgreich sein können, zeigt Worms schon seit 2011: Damals ging ihr Integrationsbetrieb Friedhof an den Start. Es macht mehr Sinn, Arbeitsplätze zu finanzieren statt Arbeitslosigkeit, lautet der viel zitierte Satz des damaligen Sozial- und Friedhofsdezernenten Georg Büttler. Längst ist ein weiterer Inklusionsbetrieb der Stadt dazugekommen. Wir waren vor Ort.

Es heißt immer, Werkstätten „in der Fläche“ hätten es schwerer als Werkstätten in großen Städten, lukrative Aufträge zu bekommen, Beschäftigte in Außenarbeit zu bringen (ÖPNV!) oder gar in Betriebe des ersten Arbeitsmarkts zu vermitteln. Und was ist mit denen, die bleiben? Schon in der Ausgabe 4/2019 haben wir mit einer Werkstatt vom „platten Land“ gegen die Überzeugung vom ländlichen Nachteil gehalten. Erneut wurden wir in einer ländlich geprägten Gegend fündig und kamen gleich zum Ortstermin: Die Stiftung Mensch in Meldorf vermittelt seit 2012 Beschäftigte erfolgreich in Betriebe. Wir haben die Verantwortlichen gefragt: Wie macht ihr das?

In Leipzig haben wir ein außerordentliches Projekt besucht: das Sächsische Psychiatriemuseum. Außerordentlich, weil es nicht wie üblich Psychiatriegeschichte als medizinhistorische Aneinanderreihung von „Fallgeschichten“ erzählt, sondern ganz aus der Perspektive von Psychiatrie-Erfahrenen aufgebaut ist: „Mit Biografien und Selbstzeugnissen  Besuchern  Psychiatrie  nahezubringen,  funktioniert besser als über eine abstrakte Darstellung des Systems Psychiatrie“, beschreibt Thomas Müller, Leiter des Sächsischen Psychiatriemuseums in Leipzig. Psychiatrie-Erfahrene arbeiten hier im Zuverdienst und eröffnen als Museumsguides vielen Besuchern in der Begegnung eine andere Welt, ein neues Verständnis für Menschen  mit  psychischen  Erkrankungen und die Psychiatrie. Oft sitzen Besucher und Guides nach den  Rundgängen bei einem Kaffee zusammen und diskutieren über die Verbindung von früheren und heutigen Zuständen. Fazit: Das Museum leistet Aufklärungsarbeit über Psychiatrie, auch über 200 Jahre Ausgrenzung und Stigmatisierung, und schafft die Chance, in Begegnungen mit Psychiatrie-Erfahrenen Ängste und Vorurteile abzubauen. Unbedingt besuchenswert!

Ganz außergewöhnlich: „Musik für die Augen“. Haben wir in Frankfurt gefunden: Lukas 14 ist ein Gebärdenchor, die Gebärdensprache Verständigungsmittel im Chor und künstlerische Ausdrucksform in einem. Ihr gemeinsamer Nenner, ihre „Stimme“, mit der sie Lieder sichtbar machen. Der Chor gestaltet regelmäßig Gottesdienste in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet, tritt aber auch mit Gospels, Schlagern und aktuellen Popsongs bei öffentlichen  Festen und Musik-Festivals auf, bei Kongressen und Tagungen. „Der Gebärdenchor ist für uns der Hauptträger, um Inklusion in die Welt und ins öffentliche Bewusstsein zu bringen“, sagt Stefan Richter, 1. Vorsitzender des Vereins LUKAS 14 und langjähriger Leiter des Gebärdenchors.

Also, viele interessante Themen und Berichte: Verpassen Sie besser nicht die neue Ausgabe KLARER KURS!

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Neu im Medienvertrieb

Jochen Walter / Dieter Basener (Hg.)

Weiter entwickeln – aber wie?

Beiträge zur Zukunft der beruflichen Teilhabe
von Menschen mit Behinderung

Erfüllt das deutsche System beruflicher Teilhabe die Anforderungen von Inklusion und UN-Behindertenrechtskonvention? Ist es ausreichend personenorientiert? Entspricht es den gesetzlich festgeschriebenen Leitlinien „Selbstbestimmung“ und „Wahlfreiheit“? Ist es für die Aufgaben der nächsten Jahre und Jahrzehnte gerüstet? Kaum jemand wird all diese Fragen mit einem eindeutigen Ja beantworten ...
Mit dieser Buchveröffentlichung greift der Verlag 53° NORD die Diskussion auf und lässt die unterschiedlichen Meinungen zu Wort kommen.

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Letzte Aktualisierung der Webseite am 21.02.2020